Chirurgische Maßnahmen zur Magenverkleinerung zeigen bei vielen Patienten langfristige Gewichtsverluste. Ein Allheilmittel gegen Adipositas ist die OP zur Magenverkleinerung nicht. Sie kann erst nach gründlicher Voruntersuchung vorgenommen werden und konservative Mittel müssen zuvor ausgeschöpft werden. Für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen sind die OP-Methoden nicht geeignet. Nach der OP erfordert die strikte Einhaltung einer bestimmten Ernährungsweise viel Selbstdisziplin.

Verschiedene Methoden und Wirkungen der Magenverkleinerung

Zu den häufigsten Methoden gehören das Magenband, der Schlauchmagen, das Magenband, die BPD (Magenteilung) oder biliopankreatische Diversion und der Magenballon, der ohne OP mit einer Magenspiegelung eingeführt wird. Alternativ zur OP ist die Teilfüllung des Magens mit einem Magenballon durch eine Magenspiegelung möglich. Als besonders erfolgreich, aber auch als umfassendste OP kann der Magenbypass genannt werden.

Bevor die Entscheidung zu einer OP-Methode fällt, müssen sich die Patienten umfangreichen Untersuchungen unterziehen. Die Patienten sollten 18 bis 65 Jahre alt sein, der BMI muss über 35 bzw. über 40kg/m² liegen. Das Übergewicht muss schon seit mindestens 3 Jahren bestehen und zu bestimmten Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe, Immobilität geführt haben. Andere Therapien haben über längere Zeit hinweg keinen Erfolg gezeigt. Die Patienten müssen bereit sein, nach der OP einer Ernährungsberatung zu folgen und sich ausreichend zu bewegen. Nicht möglich ist eine OP bei bestimmten Erkrankungen wie Krebs, nicht behandelter Essstörung, Vorerkrankungen und Operationen am Magen-Darm-Trakt oder bei Suchterkrankungen. In der Klinik Getslim erfahren Sie sehr gründliche Voruntersuchungen und Vorgespräche. Individuell wird dann entschieden, welche Methode der Magenverkleinerung für Sie geeignet ist.

Magenverkleinerung ist kein Selbstläufer

Keine OP ist ein Selbstläufer, der zu 100 % lebenslang wirkt. Nach der OP verlieren alle Patienten schnell an Körpergewicht, da nur geringere Nahrungsmengen aufgenommen werden können. Für einen langfristigen Erfolg sind die Patienten allerdings in hohem Maße selbst verantwortlich. Einige Zeit nach der OP verringert sich das Tempo des Gewichtsverlusts. Das ist gewünscht, um den Körper ausreichend zu versorgen und auf eine neue, gesunde Lebens- und Ernährungsweise umzustellen. Ziel ist jedoch eine laufende Gewichtsreduktion bis zu einem gesunden BMI. Die Ärzte in der Klinik werden Sie darauf hinweisen, dass langfristig alles davon abhängt, kleine Portionen zu essen, langsam zu essen, gründlich zu kauen und auf zuckerhaltige und fette Nahrungsmittel zu verzichten. In der Klinik folgt der Speiseplan den nachoperativen medizinischen Ernährungsvorschriften. Später sollte unbedingt eine Ernährungsberatung in Anspruch genommen werden. Die Empfehlungen der Ernährungsberatung sollten für Sie Gesetz sein. Ein Nichtbefolgen der Empfehlungen zur Nahrungsaufnahme und dem Trinkverhalten kann zu Komplikationen bis hin zu Erkrankungen und Nachoperationen führen. Je nach Art der Operation müssen zeitweilig oder dauerhaft Nahrungsergänzungsprodukte eingenommen werden. Entscheidend hängt der Erfolg also von der Selbstdisziplin nach der OP ab, und das auf Dauer.

Magenverkleinerung – der letzte Schritt bei Adipositas

Jede Art von Magenverkleinerung ist immer der letzte Schritt, wenn alle anderen Methoden der Behandlungen versagt haben. Einige Eingriffe wie das Magenband oder der Ballon lassen sich rückgängig machen, andere wie der Magenbypass nicht. Für die Therapieentscheidung ist die OP zwar der letzte mögliche Schritt der Adipositas-Behandlung, für Sie als Patient ist sie der erste Schritt zu einer veränderten Lebensweise.